Großübung im Schwazer Silberbergwerk
Einsatzorganisationen proben erfolgreich den Ernstfall unter Tage. Am 23.04.2026 verwandelte sich das Schwazer Silberbergwerk in den Schauplatz einer der größten und komplexesten Rettungsübungen der letzten Jahre. Unter der Federführung der Grubenwehr Tirol wurde ein realistisches Notfallszenario tief im Berg trainiert. Um eine lückenlose Rettungskette zu simulieren, arbeiteten die Freiwillige Feuerwehr, das Rote Kreuz und das Österreichische Bundesheer Hand in Hand.
Das Szenario:
Großbrand und Vermisste im Sigmund-Erbstollen. Ausgangslage der Hauptübung war ein schwerer Zwischenfall im Kilometer langen Stollensystem: Nach einem technischen Defekt kam es zu einem Brand einer Grubenlokomotive im Sigmund-Erbstollen. Dichter Rauch breitete sich rasant aus. Mehrere Personen galten als vermisst oder saßen in den tiefen Abschnitten fest. Perfektes Zusammenspiel der Einsatzkräfte
Die Grubenwehr Tirol & Spezialkräfte:
Als erste Retter rückten die Atemschutztrupps der Grubenwehr mit speziellen Sauerstoff-Schutzgeräten (SSG) in den verrauchten Stollen vor. Da diese Langzeitgeräte eine Einsatzzeit von bis zu vier Stunden ermöglichen, konnten die Trupps tief in das Bergwerk vordringen, um verletzte und bewusstlose Personen zu orten und zu bergen.
Die Freiwillige Feuerwehr:
Die Kameraden der Stadtfeuerwehr Schwaz unterstützten die Grubenwehr unter schwerem Atemschutz. Ihre Hauptaufgabe lag in der aktiven Brandbekämpfung der brennenden Lokomotive unter Tage sowie in der technischen Unterstützung bei der Evakuierung über den Wilhelm-Erbstollen.
Das Rote Kreuz Schwaz:
Über Tage errichtete das Rote Kreuz Schwaz eine umfassende Sanitätshilfsstelle. Die geretteten Personen wurden sofort nach dem Verlassen des Stollens medizinisch erstversorgt. Neben Notärzten und Sanitätern standen auch Mitarbeiter der Krisenintervention bereit, um Betroffene psychologisch zu betreuen.
Das Österreichische Bundesheer:
Für den simulierten Ernstfall stellte das Bundesheer die kritische Transportinfrastruktur. Mittels Hubschraubern wurden weitere Spezialkräfte und zusätzliches Rettungsmaterial in Rekordzeit direkt zum Bergwerk eingeflogen, um die Erschöpfung der Einsatzkräfte vor Ort auszugleichen. Ein wichtiges Fazit für die Sicherheit: nach knapp sechs Stunden intensiver Arbeit konnte die Übungsleitung die erfolgreiche Rettung aller fiktiven Verletzten vermelden. Die Übung hat eindrucksvoll bewiesen, dass die Zusammenarbeit zwischen zivilen Rettungsorganisationen, Feuerwehr, Bundesheer und den Spezialisten der Grubenwehr im Ernstfall reibungslos funktioniert.
Für unsere Besucher des Silberbergwerks zeigt dieser Tag einmal mehr: Sicherheit hat bei uns oberste Priorität.
Ein herzliches Glück Auf und Danke an alle beteiligten Einsatzkräfte für ihr großartiges Engagement!

















